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Messkampagne 2019

Die zweite Messkampagne im Allgäu startete am 24. Juni an denselben Messpunkten, wie im vergangenen Jahr. Ziel des Projektes ist, neue, präzise Computermodelle zu entwickeln, die eine bessere Vorhersage zur Einspeisung von Solarstrom ins Netz erlauben. Wetterdaten zu verschiedenen Jahreszeiten sind für die Genauigkeit immens wichtig. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Projekt mit rund zwei Millionen Euro. 

Das Projektkonsortium steht unter der Leitung der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. (Foto: egrid)

Die Messkampagnen sollen die Basis schaffen, um drei wichtige Prozesse besser zu modellieren: zum einen die natürliche Einstrahlung des Sonnenlichts in Abhängigkeit von der Bewölkungssituation, anderseits die Stromerzeugung je nach den technischen Werten der Photovolatikanlagen sowie drittens die Stromnetzberechnung und -analyse unter Berücksichtigung der Netzstruktur und Anlagenverteilung.

In dem disziplinübergreifenden Forschungsprojekt arbeiten Experten aus der Atmosphärenforschung und den Themenfeldern der Erneuerbaren Energien, der Energiewirtschaft und der Energiesystemtechnik zusammen.

Diese Interdisziplinarität mit ihrem je verschiedenen Blick auf Ursachen und Auswirkungen des Wetters im Hinblick auf Erzeugung und Einspeisung von Photovoltaikanlagen macht eine der Besonderheiten von MetPVNet aus, ist Projektleiterin Stefanie Meilinger vom Internationalen Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) überzeugt und ergänzt: „Zum Gelingen des Projektes tragen auch viele Privatpersonen in Kempten und Umgebung bei, die ihre Grundstücke für die kleineren Messstationen zu Verfügung stellen.“

Pyranometernetz

Ein Pyranometer (Foto: TROPOS)

An beiden Masterstationen sowie an 20 weiteren kleineren Messstationen in Kempten und der Region kommt das vom TROPOS entwickelte autonome Pyranometermessnetz zum Einsatz. Pyranometer sind Messgeräte, die die Intensität des Sonnenlichts messen. Die räumlich verteilten Messungen erlauben den Forschern die Wirkung der Wolken präziser zu bestimmen. So können kurzfristige Schwankungen in der solaren Einstrahlung und erzeugten Photovoltaik-Leistung genauer erfasst werden. Diese großflächig verteilten Messungen sind ein wichtiger Baustein, um die Schwankungen in der Sonneneinstrahlung und der erzeugten Solarenergie besser zu verstehen.

Die Kooperationspartner

Einen Überblick über das gesamte Konsortium gibt es hier.